Der NetteBetrieb hat diverse Prüfaufträge erhalten, um das beschlossene Sportkonzept für die Stadt Nettetal umzusetzen. Konkret geht es um Startermaßnahmen zur Umsetzung der Handlungsempfehlungen, die kürzlich im Ausschuss für Schule und Sport beschlossen worden sind. Im städtischen Betriebsausschuss NetteBetrieb erläuterte NetteBetriebsleiter Hans-Willi Pergens den Ausschussmitgliedern die verschiedenen angedachten Maßnahmen und was es aus Sicht des NetteBetriebs dafür an Voraussetzungen und Ressourcen braucht.
Eine Anregung aus dem Sportkonzept sei, so Pergens, die als bewegungsfördernd qualifizierten Schulhöfe auch außerhalb der Unterrichtszeiten für das Vereinsleben beziehungsweise den Individualsport zu öffnen. Das habe möglicherweise Auswirkungen etwa auf die Unterhaltung und Reinigung der Schulhöfe oder den Arbeitseinsatz der Hausmeister. Zudem müsse überlegt werden, welche Standards bei der Infrastruktur gesetzt würden; beispielsweise seien bislang auch die Fördervereine bei der Anschaffung von Spielgeräten maßgeblich mitbeteiligt. „Wir müssen uns bewusst sein, dass dies alles mit höheren Kosten für die Stadt verbunden sein könnte“, so der NetteBetriebsleiter. Als erstes schaut sich der NetteBetrieb die Schulhöfe der Realschule und des Werner-Jaeger-Gymnasiums an.
Gleiches gelte bei den Startermaßnahmen „Bewegungsräume in Kindertagesstätten für Vereine verfügbar machen“ und „ganzjährige Öffnung der Nettetaler Sporthallen“. „Wir unterstützen diese Ideen, um unsere vorhandenen Räume und Flächen noch besser auszulasten und so Engpässe gerade an Hallenzeiten zu reduzieren. Dennoch wird da unter dem Strich bei zusätzlichen Leistungen ein höheres Preisschild hängen“, so Pergens mit Blick auf das dem NetteBetrieb begrenzt zur Verfügung stehende Unterhaltungsbudget im Wirtschaftsplan.
Mit Blick auf die neue Anforderung habe die Stadt bereits frühzeitig in der Kita-Planung zu berücksichtigen, dass die Bewegungsräume in Koexistenz mit dem Vereinssportleben angelegt sein müssten. Der beschriebene Weg sei gut, weil die Stadt heute bereits vorhandene Bewegungsflächen multifunktional anbieten und eventuell vermeiden könne, eine zusätzliche Sporthalle zu bauen. Als erstes will der NetteBetrieb die Bewegungsräume Kita Spatzennest in Hinsbeck und Familienzentrum Kita Bongartzstift in Lobberich unter die Lupe nehmen.
Bei der ganzjährigen Öffnung der Sporthallen wies Pergens darauf hin, dass die Stadt bereits heute schon bei Bedarf an besonderen Veranstaltungen und teilweise auch in den Ferienzeiten die Öffnung von Sporthallen ermögliche, sofern es mit den anstehenden Umbau- und Reparaturmaßnahmen kompatibel ist. „Wir brauchen bei den Gebäuden aber ein paar Wochen Karenzzeit für Unterhaltung, etwaige Baumaßnahmen und auch Grundreinigung.“ Gerade in den Ferienzeiten nutze der NetteBetrieb, so Pergens, die unterrichtsfreie Zeit, um genau dann zum Beispiel Handwerksarbeiten durchzuführen, damit man während der Schulzeiten nicht mit Baulärm und -dreck das Lernen stört.
Die Politik begrüßte die Anstrengungen des NetteBetriebs, die Maßnahmen aus dem Sportkonzept bestmöglich umzusetzen. Es wurde aber auch darauf abgehoben, die entstehenden Mehrkosten im Blick zu halten. Dies verbunden mit der Aufforderung an die Verwaltung, im NetteBetriebs-Ausschuss, der für den Wirtschaftsplan und damit die finanziellen Mittel des NetteBetriebs verantwortlich ist, regelmäßig über die weitere Entwicklung zu informieren.