Am 9. Juli 2019 hat der Nettetaler Stadtrat den Beschluss gefasst, bis 2030 den CO²-Ausstoß drastisch zu reduzieren und sich zu einer klimafreundlichen, gesunden und nachhaltigen Stadt zu entwickeln. Ende 2021 beschloss der Haupt- und Finanzausschuss, nach einem gemeinsamen Antrag aus dem politischen Raum, eine "Klimaoffensive für Nettetal", die für den städtischen NetteBetrieb einen Katalog an Maßnahmen mit sich brachte. Im Betriebsausschuss NetteBetrieb sowie im Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz legte die Verwaltung nun einen ausführlichen Bericht vor, was in Bezug auf die Sanierung der eigenen Liegenschaften, den Ausbau von PV-Anlagen und das Energiemanagement bisher passiert ist.
Den Fahrplan der Maßnahmen zur Erreichung der städtischen Klimaneutralität stellten Timo Köppen, Bereichsleiter Klima, Nachhaltigkeit, Mobilität und Steuerung, und seine Kollegin Eva Fey, Fachkraft für Nachhaltigkeits- und Energiemanagement im Immobilienmanagement, in den Ausschüssen vor. Im 4-Punkte-Fahrplan ist unter anderem festgehalten, die Umstellung der städtischen Fahrzeugflotte auf klimafreundliche Antriebe unter technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu prüfen und hierbei auch die Kosten sowie mögliche Förderquoten im Blick zu behalten.
Die Verwaltung machte auch deutlich, dass in Nettetal seit 2020 bereits eine Vielzahl an investiven Maßnahmen bei Dächern, Fenstern und Elektroanlagen eingeleitet wurde. Abgeschlossen ist beispielsweise die Dachsanierung der Gymnastikhalle des Werner-Jaeger-Gymnasiums, bei der Kosten in Höhe von 130.000 € nach dem neuesten technischen Standard eine erhebliche energetische Optimierung ermöglichten.
Aktuell ist die Stadt mit einem ganzen Bündel an Sanierungsmaßnahmen beschäftigt, darunter der Umbau der Heizungsanlage im Werner-Jaeger-Gymnasium, wo der NetteBetrieb nun den Auftrag an ein Planungsbüro vergibt. In Bearbeitung sind laut Timo Köppen und Eva Fey unter anderem auch der Heizungsumbau an der Realschule sowie die Sanierung der Katholischen Grundschule Schaag. Ab den Sommerferien soll zudem das Dach der Turnhalle am Kornblumenweg in Kaldenkirchen in Angriff genommen werden. Aber auch bei nicht-investiven Maßnahmen, wie der sukzessiven Umstellung auf LED oder dem Austausch von Thermostaten, ist die Stadt bei ihren Immobilien auf einem guten Weg.
Vielfältig unterwegs ist die Stadt ferner beim Ausbau von Photovoltaik-Anlagen, beispielsweise an der Gesamtschule Breyell, an Kitas sowie am Baubetriebshof. „Auch das Kiependraeger-Bad bekommt jetzt eine PV-Anlage“, berichtete NetteBetriebsleiter Hans-Willi Pergens.
Der weitere Plan in Sachen „Klimaoffensive für Nettetal“ sieht vor, dass die Verwaltung ab dem kommenden Jahr in den Ausschüssen Betriebsausschuss NetteBetrieb und Umwelt- und Klimaschutz den Umsetzungsstand der beschriebenen Fahrpläne darlegt. Dieser Fahrplan wurde von der Politik einstimmig beschlossen. „Die jährliche Berichterstattung ab 2026 stellt sicher, dass der Weg zur Klimaneutralität kontinuierlich überwacht und bei Bedarf angepasst werden kann“, so Timo Köppen. Darüber hinaus ermögliche eine vollständige Erfassung des Gebäudebestands, der Heizungsanlagen und der Fahrzeuge einen umfassenden Überblick über die Gesamtemissionen. „Wir haben Klimaschutz als Leitziel für die Stadt festgelegt und nehmen den Vorbildcharakter der Stadtverwaltung ernst“, fasst Bürgermeister Küsters zusammen.